Einrichtungsstil Teil 2: Klassisch

Eine Einrichtung einfach nur als „klassisch“ zu definieren ist nicht so einfach. Als klassisch wird schließlich alles bezeichnet, das irgendwie in der Vergangenheit aufkam und bis heute aktuell ist. Aber was das ist, und auch aus welcher Kultur das stammen mag, das ist ein sehr weites Feld.

Schließlich ist eine Einrichtung mit klassischen chinesischen Möbelstücken aus der Ming-Periode genauso klassisch wie die schönen Kolonialmöbel auf der Insel Kuba – alles der klassische Stil, aber vom Aussehen her absolut verschieden. Deswegen ist eine gewisse Eingrenzung nötig, um das Dickicht der Definitionen etwas zu roden: Wenn von klassischem Stil die Rede ist, meint man hier den europäisch-klassischen Stil, mit den entsprechenden Möbeln und Textilien.

Beim Boden beginnt bereits der Stil: Klassisch eingerichtet Räume haben zumeist hochwertige Parkettböden aus dunklen Brettern, die in einem kunstvollen Mosaik zusammengelegt sind. Damit grenzen sie sich klar von den billigen Laminat-Böden unserer Zeit ab, und bringen wesentlich mehr Eleganz ein. Breite Teppiche mit vorzugsweise persischem Muster sind ebenfalls in der Klassik sehr gefragt.

Die klassischen Möbel vergangener Jahrhunderte zeichnen sich in Material und Design aus: Das Holz der Klassik-Möbel ist zumeist Massiv-, bzw. Vollholz, d.h. es wurde ohne chemische Behandlung oder mechanische Nachbearbeitung aus dem Stamm des Baumes in der Länge herausgeschnitten. Dadurch behält es seine Stabilität und Langlebigkeit. Die Holzsorten sind indes viel dunkler, wie zum Beispiel Mahagoniholz. Als Gegensatz dazu richten andere ihre Zimmer aber auch ganz in Weiß ein.

Auch durch die Gestaltung bleiben klassische Möbel zeitlos: Sie haben viele Verzierungen auf den Flächen und ganz besonders an den Kanten, das kann von einfachen Schwüngen bis hin zu aufwendigen Fresken reichen. Also genau so wie die Fassaden jener Mietshäuser, die im späten 19. Jahrhundert entstanden sind, oft reichhaltig an Zierden und künstlerischen Vorsprüngen sind, während man Neubauten heute nur glattgebügelte Flächen und Kanten sieht. So ist es auch mit den Möbeln.